Textversion
Textversion


Druckbare Version

Vaterunser?

Vielleicht kennst du ja das Vaterunser aus der Kirche, von deinen Eltern oder sogar aus dem Reliunterricht. Das Vaterunser hat nicht irgendjemand aus der Kirche erfunden, es kommt direkt von Jesus und ist das einzige Gebet, das er uns gegeben hat, als er hier als Mensch auf der Erde gelebt hat.
Die Frage ist, warum er es uns gegeben hat, wenn wir eigentlich ganz frei und persönlich mit Gott reden sollen, wie es auch jeder gläubige Mensch in der Bibel und auch Jesus selbst getan haben. Auf jeden Fall hat er uns das Vaterunser nicht gegeben, um es inhaltslos und total unpersönlich dutzende Male hintereinander vor uns hin zu leiern.
Nein, das Vaterunser ist wie eine Checkliste oder Schablone, um uns das Beten zu vereinfachen. Du kannst es nehmen, um dich im Gebet nicht immer nur um eine Sache zu drehen, sondern verschiedenes vor Gott auszusprechen und zu erbitten. Hier mal eine kleine Aufschlüsselung:

Vater unser im Himmel - damit du überhaupt weißt, mit wem du redest. Hast du dir bewusst gemacht, dass Gott dein Vater ist, dass du mit ihm verwandt bist? Dass er dich liebt, auch wenn du mal Scheiße baust, weil du sein Kind bist? Und hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass du einmal ein dickes Erbe von ihm bekommen wirst, wenn du durch deinen Glauben zu seinem Kind geworden bist?
geheiligt werde dein Name - Was kannst du tun, um seinen Namen zu heiligen? Gibt es in deinem Leben Dinge, die seinem Namen keine Ehre machen? Dann nimm dir doch vor, sie zu ändern! Alles was du tust kann zu Gottes Ehre sein, wenn du es gut und im Glauben machst.
dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. - Das ist das Anliegen, das jeder Christ haben sollte, dass Gottes Wille geschieht. Denn er weiß für jeden Menschen, was für ihn am besten ist, für dich, deine Familie, deine Freunde, aber auch für deine Schule, deine Arbeit, usw. Bring ihm doch alles im Gebet und bitte ihn, dass sein Wille geschehe und lass dich überraschen, was er Gutes für dich parat hat.
Unser tägliches Brot gib uns heute - hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie gut es uns hier in Deutschland geht? Weißt du, wem wir das zu verdanken haben? Unseren Eltern, dem Schröder oder uns selbst? Nein, wir haben alles Gott zu verdanken, denn er hätte uns auch am Arsch der Welt aufwachsen lassen können. Also nimm die guten Dinge nicht als selbstverständlich an, bete dafür, danke Gott und denk auch an die Menschen, denen es nicht so gut geht wie dir.
und vergib uns unsere Schuld - kannst du vor Gott irgend etwas vorweisen, was dich in seine Augen besser macht? Kein Mensch kann vor der Herrlichkeit und Heiligkeit Gottes aus eigenen Werken bestehen, egal ob du im Prinzip gut oder schlecht bist, für Gott bist du nicht gut genug. Aber dafür ist Jesus gestorben, damit dein ganzer Lebensschmutz von dir weg gewaschen wird und Gott dir aus Gnade vergeben kann.
wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben - Gott ist voller Gnade und er vergibt auch Mördern, wenn sie ihre Taten aufrichtig bereuen und zu ihm kommen! Er vergibt dir alles, was bisher schief gelaufen ist, ohne Ausnahme. Aber eines kann er nicht leiden: Wenn wir, obwohl uns Gott alles vergeben hat, unseren Mitmenschen nicht vergeben können oder wollen. Musst du noch jemandem vergeben, was er dir angetan hat? Dann zögere nicht! Gott wird dir die menschliche Größe dafür geben, auch wenn dein Stolz es nicht zulassen will.
und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. - Was ist richtig und was falsch? Warum soll ich gerade das tun oder glauben? Die Welt hat so viel zu bieten, was dich auf die schiefe Bahn bringen kann! Du brauchst Schutz und den kann dir alleine Gott geben. Er liebt dich und will nicht, dass du von ihm weg gezerrt wirst. Bitte ihn um diesen Schutz und um Bewahrung, auch was ganz alltägliche Gefahren angeht. Und vergiss nicht, auch für deine Freunde und Eltern um Schutz zu bitten.

Hättest du an das alles gedacht? Bestimmt nicht, aber deshalb hat uns Jesus diese Form des Gebetes gegeben, damit wir in unsrer Verpeiltheit nicht die Hälfte der wichtigen Anliegen vergessen, die wir vor Gott bringen wollen.

2361